Ghost Stream – Hässlich

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Am 16.05.2018 präsentierte die Theaterproduktion der Kunst-, Theater- und Kulturinitiative SCHREI AUF e.V. „HÄSSLICH“, ein experimentelles Theaterstück über die Vorder-, Hinter-, und Abgründe von Essstörungen und Dysmorphophobie und entführte die Zuschauer in eine Welt zwischen schön und hässlich, ästhetisch und abartig, angenehm und unbequem und schwarz und weiß. Dabei bediente sich SCHREI AUF experimenteller, bildlicher Darstellung, biografischem Theater, alternativer Poesie und der japanischen Tanzkunst „Butoh“. Unter den 20 Akteuren befanden sich eine Live-Band und der Solo-Künstler Lapis Exilis, welche das Stück mit atmosphärischen Klängen und rockigen Sounds musikalisch begleiteten.

Am 15.04.2020 streamen wir im Rahmen unserer Ghost Stream Reihe das gesamte Stück, zum ersten Mal außerhalb der Aufführungen. Wir bedanken uns von ganzem Herzen beim Schrei Auf e.V. für die Bereitstellung des Videomaterials <3

H Ä S S L I C H

Sie kotzen und haben keinen Mund Und wenn wir es sehen sind es Tragödien ohne Grund Man will bloß wissen, ob und dass es sie noch gibt Und merkt bei all den Knochen nicht, wie sich das eigene Bild verschiebt. Ziehen in den Krieg gegen dick Und bevor die Knochen nicht beisammen sind, riskieren sie keinen Blick.

Schön sein. Das ist es doch, was wir alle wollen. Wir wollen uns wohl fühlen in unserem Körper, attraktiv sein. Schön sein ist eine Tugend in unserer Gesellschaft. Die Angst davor, hässlich zu sein, ist den meisten bekannt. Doch wenn sich das Streben nach Schönheit in eine Sucht verwandelt, geht es um viel mehr als dem Entsprechen eines Ideals. Es geht um Zwänge, um Zerstörung, um Selbsthass, um Depressionen, die Verdrängung lebenserhaltender Bedürfnisse und in einigen Fällen um Leben oder Tod. Wir sollten uns allmählich fragen, ob wir nicht schon lange in einer Gesellschaft leben, die Essstörungen und anorektische Verhaltensweisen befürwortet. Was steckt wirklich hinter einer Essstörung? Was müssen Betroffene und ihre Angehörigen durchleben? Was ist die Verbindung zur Gesellschaft? Und wann wird eigentlich schön zu hässlich?




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